Privatanwender
Unternehmenskunden
DeutschDeutschland
O&O Software
 
Das englische SC Magazin hat unser O&O UnErase getestet und fasst zusammen: Ein Programm, welches sich schon ab der ersten Benutzung rechnen kann.
Das SC Magazin, führendes Magazin im Bereich Informationssicherheit, hat unser neues O&O UnErase getestet und kommt zu dem Schluss: O&O UnErase beinhaltet eine einfach zu bedienende Benutzeroberfläche, die dem Anwender erlaubt, Daten wiederherzustellen, welche aus dem einen oder anderen Grund durch alle Sicherheitsnetze geschlüpft sind. Obwohl ein wenig kostspielig, kann sich die Investition von der ersten geretteten Datei an rechnen.

Das Problem der Wiederherstellung versehentlich gelöschter Dateien ist im Großen und Ganzen mit der Implementierung des Windows-Papierkorbs gelöst worden, der dem Benutzer erlaubte, aus dem Kontextmenü einfach "Wiederherstellen" auszuwählen. Dennoch gibt es eine Menge Benutzer, die den Papierkorb automatisch und ohne nachzudenken leeren, oder gar ein Tool benutzen, dass es für sie am Ende jeder Windows-Sitzung tut. Dazu können Dateien auch von einigen Viren gelöscht werden, die das Sicherheitsnetz des Papierkorbs umgehen und natürlich auch absichtlich von böswilligen Benutzern entfernt werden. O&O Software GmbH hat als Antwort darauf O&O UnErase entwickelt, das dem Benutzer die Mittel zur Wiederherstellung solcher Dateien in die Hand gibt.

O&O UnErase kann schnell und einfach von der CD installiert werden und fragt bei der ersten Anwendung nach den Lizenzdaten. Wenn Sie das Programm von der Website bekommen haben und es erst testen möchten, können Sie es als Demo laufen lassen oder online kaufen, so dass Ihnen die Lizenzdaten zugeschickt werden. Das Programm läuft unter Microsoft Windows NT 4.0 Workstation, Server / Terminal Server (mind. Service Pack 6), MS Windows 2000 Professional, Server / Advanced Server (alle Service Packs) oder MS Windows XP Home Edition oder Professional. Es läuft nicht unter DOS oder anderen MS Windows Versionen.

Das Hauptfenster von O&O UnErase zeigt in der oberen Hälfte die Laufwerke, auf denen Dateien wiederhergestellt werden können. Zusätzlich zu den üblichen Laufwerken unterstützt es Jaz und Zip Laufwerke, CompactFlash oder MemoryStick Karten (die NTFS4, NTFS5, FAT16 und FAT32 Dateisysteme unterstützen müssen). Das Programm muss auf dem Computer laufen, auf dem es Dateien wiederherstellen soll - auf Netzlaufwerken, auch wenn sie wie lokale Laufwerke angezeigt werden, können keine Dateien wiederhergestellt werden.

Von den angezeigten Laufwerken wählt der Benutzer eines aus und klickt auf das "Suchen"-Icon. UnErase listet die Namen aller gelöschten Dateien auf, die es finden kann, mit Details wie File Offset, Größe, Erstellungsdatum, Originalposition und Anzahl der wiederherstellbaren Cluster. Es sei angemerkt, dass alle gefundenen Dateien angezeigt werden, egal wie viele davon - wenn überhaupt, wiederhergestellt werden können. Um die Suche effektiver zu gestalten, erlaubt die "Erweiterte Suche"-Dialogbox dem Benutzer, Wildcards in die gesuchte Zeichenfolge einzubauen oder nach Datum oder Dateigröße zu suchen, auch wenn die Karteireiter eher seltsam angeordnet sind. Zusätzlich kann der Benutzer angeben, welcher Anteil der Datei wiederherstellbar sein muss damit diese angezeigt wird - zwischen 0 Prozent, um alle anzuzeigen und 100 Prozent um nur die Dateien anzuzeigen, die vollständig wiederhergestellt werden können.

Unter den angezeigten Dateien kann der Benutzer nun die ankreuzen, die wiederhergestellt werden sollen und aussuchen, wo im System diese gespeichert werden sollen. Ein Hinweis: obwohl O&O UnErase keine Daten von anderen Computern im Netzwerk wiederherstellen wird, es die wiederhergestellten Dateien oder ihre Teile auf vernetzten Rechnern speichern kann, wenn es die Zugriffsrechte des Benutzers erlauben. Auch sollte angemerkt werden, dass UnErase nur Daten wiederherstellen wird, die nicht überschrieben wurden. Eine Datei zu speichern - wie UnErase es beim Wiederherstellen tut - kann im gleichen Zug bedeuten, dass eine andere gelöschte Datei überschrieben wird. Daher wird es empfohlen, Daten auf einer anderen Partition zu speichern, wenn nicht gleich auf einer anderen Festplatte oder einem anderen Rechner.

Wenn die Dateien hergestellt sind, werden sie an der neuen Position unter dem letzten Dateinamen gespeichert, den sie hatten. Das kann zu der Situation führen, dass Dateien, die aus dem Papierkorb entfernt wurden, alle sehr ähnliche Namen wie z.B. dc107.gif, dc108.gif haben, so dass es einige Mühe kosten wird, die Datei zu identifizieren, die wiederhergestellt werden muss. Doch die Identifizierung eines bestimmten .GIF, das nicht von einem wiederhergestellten Webverzeichnis gesichert wurde, ist eine kleine Aufgabe, verglichen mit dem Wiederherstellen einer Datenbank oder einer ähnlich monumentalen Datei, wo UnErase sich sehr schnell bezahlt machen würde, wenn eine Backupprozedur nicht implementiert war.

Wenn eine wichtige Datei auf einem Rechner gelöscht wurde, auf dem O&O UnErase nicht installiert ist, kann das Programm direkt von der CD gestartet werden. Es gibt auch einen Wizard, der die Erstellung einer Notinstallation auf einer Diskette erlaubt, bei der die UnErase Dateien nur etwas mehr als ein 1MB einnehmen. Es ist auch möglich, ein Verzeichnis im Netzwerk für die Notinstallation zu benutzen, die ohne Probleme auf dem Clientrechner gestartet werden kann, auch wenn der Netzwerkrechner unter Windows 98 läuft.

Obwohl die Vorstellung, jede nicht überschriebene Datei wiederherstellen zu können, sehr attraktiv ist, gibt es ein oder zwei Dinge, die beachtet werden sollten. Wenn auf einem Rechner ein Virusscanner installiert ist, der eine infizierte Datei gelöscht hat ohne sie zu "shreddern", kann diese Datei von O&O UnErase wiederhergestellt werden. Da der Virusscanner sie bis zum nächsten Scan nicht sehen wird, ist der Virus wieder in Position und kann seiner Aufgabe nachgehen.

Eine andere Sache, die beachtet werden sollte, ist dass das Programm nur das sehen kann, was die Festplatte und das BIOS ihm zeigen. Daher ist es nicht in der Lage, auf analoge magnetische Daten auf der Platte zuzugreifen und diese zu analysieren. Wenn es das könnte, hätte es Zugriff auf Daten gehabt, die ungefähr sechs oder sieben Mal überschrieben wurden, so wie es Festplattenrettungstools können. Wenn eine unersetzbare Datei gelöscht und überschrieben wurde und wiederhergestellt werden soll, könnte sich eine Analyse der analogen magnetischen Daten durchaus lohnen.

Insgesamt bietet O&O UnErase eine leicht zu bedienende Benutzungsoberfläche, die es dem Nutzer erlaubt, durch alle Sicherheitsnetze gerutschte Daten wiederherzustellen. Obwohl etwas teurer, kann O&O UnErase gleich bei der ersten wiederhergestellten Datei die Investition wert gewesen sein.

0.520202875137