O&O BlueCon 25: Neue Oberfläche und neue Werkzeuge für die Windows-Systemrettung
O&O Software veröffentlicht O&O BlueCon 25. Die Systemrettungslösung für Administratoren und Service-Techniker erhält einen neuen Desktop und zahlreiche neue oder überarbeitete Werkzeuge. Dazu gehören Programme zur Reparatur von Windows, zum Entfernen fehlerhafter Updates und zur Verwaltung von Benutzerkonten, Treibern und Diensten.
Wenn Windows nach einem Update oder einem Treiberwechsel nicht mehr startet, müssen Administratoren trotzdem auf das System zugreifen können. O&O BlueCon startet den Rechner dazu von einem USB-Stick, einer DVD oder über das Netzwerk in eine eigene Rettungsumgebung. Von dort aus können sie die installierte Windows-Version untersuchen und reparieren, Daten sichern oder gelöschte Dateien wiederherstellen.
Vertraute Bedienung, auch im Notfall
Der neue Desktop von O&O BlueCon 25 orientiert sich an der gewohnten Windows-Bedienung. Er bietet eine Taskleiste, ein Startmenü und eine Übersicht aller Programme. Auch bekannte Tastenkombinationen funktionieren: Die Windows-Taste öffnet das Startmenü, Windows+E den Dateimanager.
Nach dem Start übernimmt ein Assistent die Einrichtung. Er lädt die auf dem Medium vorhandenen Treiber, erkennt die installierten Windows-Versionen und ordnet die Laufwerksbuchstaben wie im jeweiligen Originalsystem zu. Außerdem richtet er Netzwerk und Bildschirm ein. BitLocker-verschlüsselte Laufwerke können direkt im Assistenten mit dem Wiederherstellungsschlüssel entsperrt werden. Sind mehrere Windows-Versionen installiert, wählt der Anwender das System aus, das er bearbeiten möchte.
Windows reparieren und problematische Updates entfernen
Mit O&O CheckAndRepair lassen sich der Windows-Komponentenspeicher, die Systemdateien und das Dateisystem prüfen und reparieren. Die installierte Windows-Version muss dafür nicht starten.
Der neue O&O UpdateManager ersetzt O&O UpdateRemover. Er zeigt die Updates des ausgewählten Windows-Systems an und ermöglicht es, ein problematisches Update wieder zu entfernen. Für manuelle Eingriffe in die Registrierung steht der O&O RegEditor zur Verfügung. O&O EventViewer zeigt die Ereignisprotokolle des Systems in einer überarbeiteten Oberfläche an.
„Bei der Entwicklung von BlueCon 25 haben wir uns angesehen, was Administratoren bei einer Systemrettung brauchen und wo wir ihnen Arbeit abnehmen können“, sagt Olaf Kehrer, Geschäftsführer der O&O Software GmbH. „Das beginnt mit einer vertrauten Oberfläche und der automatischen Einrichtung nach dem Start. Mit O&O CheckAndRepair und dem neuen O&O UpdateManager lassen sich beschädigte Systemdateien reparieren und problematische Updates entfernen – auch dann, wenn Windows nicht mehr startet.“
Benutzerkonten, Treiber und Dienste offline verwalten
O&O UserManager wurde neu entwickelt. Neben dem Zurücksetzen von Passwörtern lokaler Konten unterstützt er nun auch die Verwaltung von Benutzern und Gruppen. Ist beispielsweise kein nutzbares Administratorkonto mehr vorhanden, lässt sich ein neues lokales Konto anlegen und der Administratorengruppe hinzufügen.
Auch O&O DriverManager und O&O ServiceManager wurden neu entwickelt. Mit ihnen können Administratoren den Starttyp von Treibern und Diensten ändern und so etwa einen Treiber deaktivieren, der den Windows-Start verhindert. Beide Programme kennzeichnen außerdem Einträge, deren zugehörige Datei fehlt. Solche Einträge bleiben beispielsweise nach unvollständigen Deinstallationen zurück. Vor jeder Änderung wird die bisherige Registrierungsdatei gesichert, damit sich der Eingriff bei Bedarf rückgängig machen lässt.
Dateien verwalten, Daten retten und Datenträger löschen
Als Dateimanager löst O&O DiskCommander den bisherigen FileExplorer ab. Er ermöglicht den Zugriff auf Laufwerke und Netzwerkfreigaben, etwa um Dateien vor einer Reparatur zu sichern. O&O DeskInfo ersetzt O&O SystemInfo und zeigt Informationen zu Hardware, Komponenten und Sicherheitsfunktionen des Rechners an. Die Angaben lassen sich exportieren, unter anderem im Format der Windows-Systeminformationen.
Zum weiteren Lieferumfang gehören O&O DiskRecovery zur Wiederherstellung gelöschter Dateien, O&O PartitionManager zur Verwaltung von Partitionen und O&O SafeErase 22 zum unwiderruflichen Löschen von Laufwerken und Partitionen. Ab der Corporate Edition ist außerdem O&O DiskImage enthalten, um ganze Laufwerke und Partitionen zu sichern und wiederherzustellen.
Für den Notfall vorbereitet
Mit dem Medienersteller lässt sich ein startfähiger USB-Stick erstellen, mit dem Administratoren auch dann auf einen Rechner zugreifen können, wenn Windows nicht mehr startet. Die dafür benötigte Windows-Rettungsumgebung wird automatisch erstellt. Zusätzliche Entwicklungswerkzeuge müssen nicht installiert werden. Der USB-Stick eignet sich sowohl für ältere als auch für aktuelle PCs. Alternativ kann O&O BlueCon über eine DVD, in einer virtuellen Maschine oder über das Netzwerk gestartet werden. Die Rettungsumgebung lässt sich auch in das Boot-Menü des Rechners einbinden und dort bei Bedarf aufrufen.
Im neuen Expertenmodus lässt sich festlegen, welche Programme und Treiber auf das Medium übernommen werden. So können Administratoren beispielsweise zusätzliche Speichertreiber für die vorgesehenen Rechner einbinden oder nicht benötigte Programme weglassen.
Die üblichen Windows-Treiber sind bereits auf dem Startmedium enthalten. Wird ein Datenträger oder Netzwerkgerät dennoch nicht erkannt, lassen sich passende Speicher- und Netzwerktreiber im Startassistenten nachladen und aktivieren. Bei WLAN-Verbindungen werden jetzt auch verborgene Netzwerke unterstützt.
Die Werkzeuge im Überblick
- O&O CheckAndRepair – neu: Prüft und repariert Windows-Komponentenspeicher, Systemdateien und Dateisystem.
- O&O UpdateManager 2.0 – neu: Zeigt installierte Windows-Updates an und entfernt problematische Updates.
- O&O DriverManager und O&O ServiceManager – neu entwickelt: O&O DriverManager und O&O ServiceManager – neu entwickelt: Ändern den Starttyp von Treibern und Diensten, kennzeichnen fehlende Programmdateien und sichern die Registrierungsdatei vor Änderungen.
- O&O UserManager – neu entwickelt: Setzt Passwörter lokaler Konten zurück und verwaltet Benutzer und Gruppen.
- O&O RegEditor – neue BlueCon-Edition: Ermöglicht die Offline-Bearbeitung der Windows-Registrierung.
- O&O EventViewer – überarbeitet: Zeigt die Ereignisprotokolle „Anwendung“ und „System“ sowie weitere Protokolldateien an.
- O&O DiskCommander – neu: Dateimanager für Laufwerke und Netzwerkfreigaben.
- O&O DeskInfo – neu: Zeigt und exportiert Informationen zu Hardware, Komponenten und Sicherheitsfunktionen.
- O&O SafeErase 22 – neue Version: Löscht Laufwerke und Partitionen unwiderruflich.
- O&O DiskRecovery: Stellt gelöschte Dateien wieder her.
- O&O DiskImage – ab Corporate Edition: Sichert Laufwerke und Partitionen und stellt sie wieder her.
- O&O PartitionManager: Erstellt, vergrößert, verkleinert, verschiebt und löscht Partitionen.
Ergänzend stehen Mozilla Firefox, Notepad++, Microsoft PowerShell, die Eingabeaufforderung und O&O Calc bereit. Über den Startassistenten lassen sich auch nach der Einrichtung das Zielsystem sowie die Einstellungen für Laufwerke, Netzwerk und Bildschirm ändern.
Systemvoraussetzungen und Sprachen
O&O BlueCon 25 unterstützt die Reparatur von Windows 10 und Windows 11 einschließlich Version 25H2 in der x64-Ausführung sowie Windows Server 2016 bis 2025 in allen Editionen. Die Werkzeuge können auch in virtuellen Maschinen eingesetzt werden.
Für die Erstellung der Startmedien wird ein 64-Bit-System mit Windows 10, Windows 11 oder Windows Server ab 2016 benötigt. Das Setup installiert die erforderliche Microsoft .NET 10 Desktop Runtime. Läuft der Medienersteller auf Deutsch, wird ein deutsches Startmedium erstellt; andernfalls wird Englisch verwendet.
Preise und Verfügbarkeit
O&O BlueCon 25 ist als Kaufversion (EVK) in fünf Editionen erhältlich:
- Personal Edition: 290 Euro (1 PC, nur private Nutzung)
- Corporate Edition: 490 Euro (1 PC, Unternehmen)
- Technician Edition: 790 Euro (pro Techniker, auch für externe Einsätze)
- Site Edition: 2.990 Euro (ein Unternehmensstandort)
- Enterprise Edition: 4.990 Euro (alle Standorte weltweit)
Die Business-Varianten unterstützen alle Windows-Editionen sowie den Einsatz in Active-Directory-Umgebungen. O&O DiskImage ist ab der Corporate Edition enthalten; die Deployment-Funktionen stehen ab der Technician Edition zur Verfügung.
Weitere Informationen unter https://www.oo-software.com/de/.