O&O Defrag 32 erkennt, wann sich eine Optimierung lohnt

Mit O&O Defrag 32 veröffentlicht die O&O Software GmbH eine neue Version ihres Defragmentierungsklassikers. Im Mittelpunkt steht die Optimierung stark fragmentierter Dateien, die auch auf SSDs und NVMe-Laufwerken zusätzlichen CPU-Aufwand beim Lesen verursachen können. Durch das Zusammenführen solcher Dateien lässt sich dieser Aufwand reduzieren und die Leseleistung verbessern. Ein neuer Optimierungsassistent empfiehlt das passende Verfahren. Die überarbeitete Optimierungstechnologie wägt zugleich den erwarteten Nutzen gegen den erforderlichen Schreibaufwand ab, um unnötige Schreibvorgänge zu vermeiden.

Auch schnelle SSD und NVMe profitieren von weniger Fragmenten

Die Geschwindigkeit eines SSD/NVMe-Laufwerks allein entscheidet nicht darüber, wie schnell eine Anwendung ihre Daten erhält. Besteht eine Datei aus vielen verstreuten Fragmenten, muss das Betriebssystem einen zusammenhängenden Lesezugriff gegebenenfalls in zahlreiche kleinere Anforderungen aufteilen. Diese müssen einzeln verwaltet und verarbeitet werden. Das kostet Rechenzeit, auch wenn das Laufwerk selbst sehr schnell ist.

O&O Defrag 32 führt stark fragmentierte Dateien zusammen und kann dadurch die Zahl der erforderlichen Leseanforderungen verringern. Das senkt den Verwaltungsaufwand im Betriebssystem und kann den CPU-Aufwand pro gelesener Datenmenge reduzieren. Anwendungen, die solche Dateien häufig oder in größeren Abschnitten lesen, können dadurch schneller auf ihre Daten zugreifen. Wie groß der Vorteil ausfällt, hängt unter anderem von der Fragmentierung und der Art der Dateizugriffe ab.

Die passende Methode automatisch auswählen lassen

SSD, NVMe oder Festplatte: Nicht jedes Laufwerk braucht die gleiche Behandlung. Der neue Optimierungsassistent berücksichtigt deshalb unter anderem den Laufwerkstyp, die Fragmentierung und den verfügbaren Speicherplatz. Er schlägt eine geeignete Methode vor und erklärt, warum sie zu diesem Laufwerk passt.

Anwender können dabei festlegen, worauf es ihnen ankommt: ein möglichst gründliches Ergebnis, eine geringe Systembelastung während der Arbeit oder das Zusammenführen freien Speicherplatzes, etwa vor dem Verkleinern einer Partition. Die vorgeschlagenen Maßnahmen lassen sich direkt starten. Wer die Auswahl dauerhaft dem Programm überlassen möchte, kann die automatische Methodenwahl aktivieren.

Fragmentierung ist nicht gleich Fragmentierung

Eine 100 GB große Datei, die aus drei Fragmenten besteht, ist formal fragmentiert. Sie vollständig neu zu schreiben, um zwei Fragmentgrenzen zu beseitigen, kann jedoch mehr Aufwand verursachen, als es Nutzen bringt. Bei einer kleinen Datei mit mehreren Tausend Fragmenten sieht die Rechnung anders aus.

Genau diese Abwägung treffen die SOLID-Verfahren in O&O Defrag 32 vor der Bearbeitung einer Datei. Sie beziehen den erforderlichen Schreibaufwand in die Entscheidung ein und lassen Dateien aus, deren Optimierung sich nach dieser Bewertung nicht lohnt. Die Funktion ist standardmäßig eingeschaltet und kann bei Bedarf deaktiviert werden.

“O&O Defrag 32 legt seinen Fokus nicht nur auf die Optimierung der Datenträger, sondern auch auf die Entlastung der CPU”, sagt Olaf Kehrer, Geschäftsführer der O&O Software GmbH. “War früher die Festplatte aufgrund der Mechanik häufig der Flaschenhals bei Dateioperationen, kann bei heutigen SSD-Systemen auch deren Verarbeitung den Prozessor stärker beanspruchen, insbesondere bei weniger leistungsfähigen Prozessoren. Die neue Version von O&O Defrag hilft, vorhandene PCs länger zu nutzen und somit Geld – und Ressourcen – zu sparen.”

Laufwerke und Optimierungsbedarf auf einen Blick

Die neue Startseite fasst den Zustand der Laufwerke zusammen und zeigt, was als Nächstes zu tun ist. Neben der Fragmentierung berücksichtigt sie knappen Speicherplatz und bei SSDs auch TRIM und die regelmäßige Wartung. Empfohlene Optimierungen können direkt von dort gestartet werden. Die klassische Oberfläche bleibt als Expertenmodus erhalten und lässt sich weiterhin als Standard einstellen.

Bereits vor dem Windows-Start optimieren

Die Optimierung von Dateien, die Windows im laufenden Betrieb sperrt, lässt sich in Version 32 auf einer gemeinsamen Seite einrichten. Sie kann automatisch oder manuell in einer separaten Optimierungsumgebung erfolgen. Anwender wählen, ob sie den Rechner dafür sofort neu starten oder den nächsten Systemstart nutzen möchten. Ein vorgemerkter Durchlauf kann vor dem Start wieder aufgehoben werden.

BitLocker-verschlüsselte Laufwerke werden unterstützt. Der Schutz wird nach Zustimmung des Anwenders für den betreffenden Start vorübergehend ausgesetzt und anschließend wieder aktiviert. Neu ist außerdem ein Hinweis, wenn der Windows-Schnellstart eine sichere Bearbeitung des Laufwerks verhindert.

Mehr Informationen zum Laufwerkszustand

O&O Defrag 32 wertet zusätzliche S.M.A.R.T.-Daten von SATA-SSDs und Festplatten sowie Zustandsdaten von SSD/NVMe-Laufwerken aus. Die Anzeige begründet ihre Bewertung und hilft dabei, Fehler einzuordnen. So können Übertragungsfehler etwa auf ein SATA-Kabelproblem hinweisen. Sind keine verwertbaren Daten vorhanden, wird der Zustand als unbekannt ausgewiesen.

Die grafische Darstellung der Dateiverteilung wurde ebenfalls überarbeitet. Berichte zeigen deren Entwicklung anhand gespeicherter Ansichten. Grenzen für die Prozessor- und Laufwerksbelastung lassen sich nun auch bei manuell gestarteten Optimierungen festlegen. Für die Steuerung über Skripte steht in der Vollversion die Kommandozeile OODCMD zur Verfügung.

Zusätzliche Werkzeuge direkt aus O&O Defrag nutzen

Zum Funktionsumfang gehören weiterhin Werkzeuge für weitere Aufgaben rund um den PC:

  • O&O AppBuster – Entfernen von Desktop- und Windows-Anwendungen
  • O&O CheckAndRepair – Prüfung und Reparatur des Windows-Systems
  • O&O DriveLED – Anzeige der Laufwerksaktivitäten
  • O&O SpeedCheck – Prüfungen und Empfehlungen von Optimierungspotenzial
  • O&O StartupManager – Deaktivierung und Entfernung von Anwendungen, die den Start aufhalten
  • O&O SystemCleaner – Bereinigen von überflüssigen Dateien für mehr Speicherplatz
  • O&O VisualDisk – Visualisierung von Lese- und Schreibzugriffen jetzt auf allen Datenträgertypen

Sie werden im Bereich „Werkzeuge“ angeboten und bei Bedarf heruntergeladen und installiert. O&O SystemCleaner ersetzt dabei den bisher integrierten DiskCleaner und bietet weitere Optionen zur Zurückgewinnung von Speicherplatz.

Preise und Verfügbarkeit

O&O Defrag 32 ist ab sofort für 49,90 Euro (Einzelplatzlizenz) und 99 Euro (5-Rechner-Lizenz) erhältlich. Alle Preise beinhalten 19% Umsatzsteuer.

Eine kostenlose 30-Tage-Testversion steht unter https://www.oo-software.com/en/products/oodefrag zur Verfügung.